Erfolg für Lechners Initiative: Antrag zum Erhalt des Steinhuder Meeres soll im April den Landtag passieren

In seiner heutigen Sitzung (16.4.) hat der Wirtschaftsausschuss des Landtages dem Änderungsantrag der Koalition „Das Steinhuder Meer sanieren und als eigenständige Tourismusregion etablieren“ mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen und FDP zugestimmt. Der Landtag soll den Antrag endgültig in seiner April-Sitzung beschließen. „Damit ist der Weg frei, mit dem Erhalt unseres Steinhuder Meeres in den nächsten Jahren entscheidend voranzukommen und als touristische Region weiterzuentwickeln. Ich freue mich über die breite parlamentarische Zustimmung im Ausschuss“, kommentiert Lechner das Ergebnis der Sitzung.


Die Beschlussfassung geht auf Lechners Initiative und federführende Bearbeitung zurück. Konkret beinhaltet der Antrag Maßnahmen zur Sanierung des Steinhuder Meeres und die Entwicklung des Naturparks als eigenständige Tourismusregion in Niedersachsen. Dafür soll die schon bestehende Arbeitsstruktur zwischen der Region Hannover und dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium in eine formale Kooperation umgewandelt werden und bis 2023 einen Seeentwicklungsplan erarbeiten. Im Fokus stehen die nachhaltige Entschlammung, Wasserstandssicherung und Gewässerunterhaltung bis hin zur touristischen Erschließung.

„Wir schaffen jetzt erstmals verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für alle Anlieger sowie die unterschiedlichen Interessengruppen Naturschutz, Tourismus, Personenschifffahrt, Sport, Fischerei und Landwirtschaft. Das Konzept betrachtet das Steinhuder Meer mit seinen Potenzialen und Problemen in der gesamten Bandbreite und schiebt Lösungen an. Wichtig ist uns dabei, die Gleichgewichtung von Naturschutz und Naturnutzung zu gewährleisten“, erläutert Lechner die Zielrichtung.

Der bis 2023 zu erstellende Seeentwicklungsplan setzt Schwerpunkte bei der Intensivierung der Entschlammung und gleichzeitiger Reduzierung von Nährstoffeinträgen, einem EU-konformen Naturschutz und der Entwicklung einer eigenständigen Tourismusregion Steinhuder Meer.

Als Basis für ein nachhaltiges Entschlammungskonzept dienen die ermittelten Daten der Tiefenmessung und Schwermetallanalyse aus 2019. Zusätzlich soll ein Strömungsgutachten in Auftrag gegeben werden, das die Bewegung des Schlamms im Steinhuder Meer untersucht.

Geplant ist auch, die Ablagerungskapazitäten für den ausgebaggerten Schlamm als Voraussetzung für eine wesentlich intensivere Entschlammung zu erhöhen. Das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung des Mardorfer Polders gilt es im Rahmen der zur Verfügung stehenden Landeshaushaltsmittel voranzutreiben und bis 2024 planerisch und baulich abzuschließen. Wenn die Fläche in Großenheidorn erschöpft ist, soll das abgelagerte Material entweder in einer Verbrennungsanlage entsorgt oder alternativ verwertet werden.

Der Antrag sieht weiterhin vor, bis Ende 2023 die jährlichen Entschlammungen von 40.000 qm auf 100.000 qm mehr als zu verdoppeln und zu prüfen, wie der dafür notwendige Haushaltsansatz von bisher 550.000 Euro auf 1 Million Euro erhöht werden kann. Ein weiteres Regenrückhaltebecken mit Retentionsbodenfilter nach Mardorfer Vorbild soll in Großenheidorn dafür sorgen, die Schadstoffeinträge kontinuierlich zu reduzieren.

Zentrales Anliegen ist auch, das Steinhuder Meer als landesweiten touristischen Schwerpunkt zu identifizieren und im Einklang mit den Natura 2000-Anforderungen zu realisieren. Auf Basis der Initiative zur Weiterentwicklung des Wilhelmsteins durch die Region Hannover und der Steinhuder Meer Tourismus GmbH (SMT) ist ein eigener touristischer Verband für die Region Steinhuder Meer vorgesehen, dessen Entstehungsprozess vom Land aktiv gefördert und begleitet wird.

„Mit unserem Antrag unterstützen wir die bestehenden positiven Ansätze und Initiativen zur Erhaltung des Steinhuder Meeres und sorgen für einen gerechten Ausgleich zwischen Nutzungsaspekten und Naturschutz. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den ausgewogenen Maßnahmen das Steinhuder Meer als Tourismusstandort und beliebtes Segelrevier erhalten und ausbauen können“, erklärt Lechner abschließend.